Immobilienbewertung

Wollen Sie eine Immobilie erwerben oder sogar verkaufen? Dann sollten Sie unbedingt eine Immobilienbewertung vornehmen! Hier sind die wichtigsten Immobilienbewertungsverfahren aufgezählt.

Ob Verkauf oder Erbfall, Verhandlungen für ein Darlehen oder Abschluss einer Versicherung – es gibt viele gute Gründe für eine Wertermittlung. Haus, Grundstück oder Eigentumswohnung lassen sich dabei nach verschiedenen Verfahren berechnen. Wer ein Mietobjekt veräußern möchte, sollte den Kaufinteressenten etwa den Ertragswert seiner Immobilie mitteilen. Banken dagegen interessieren sich für den Beleihungswert, und in der Erbauseinandersetzung orientiert man sich am Verkehrswert.

Ein professionelles Gutachten ist in jedem Fall teuer. Bevor man einen Fachmann engagiert, kann man sich aber im Internet einen Überblick verschaffen. Eine erste Orientierung bietet zum Beispiel der Rechner von hausblick.de. Nachdem man in die vorgefertigte Suchmaske die erforderlichen Daten eingegeben hat, erstellt die Software eine kostenlose Wertermittlung. Haus oder Wohnanlage werden dabei auch aufgrund ihrer technischen Ausstattung bewertet.

Den aktuellen Marktwert erfährt man bei großen Portalen wie immobilienscout24.de. Für einen Pauschalpreis von rund 30 Euro scannt ein Programm die bundesweite Immobiliendatenbank nach Vergleichsobjekten und errechnet daraus den Marktwert. Wer schnell eine Verhandlungsbasis für Verkaufsgespräche braucht, macht diese Wertermittlung. Haus oder Wohnung werden dabei allerdings nicht vor Ort auf ihre bauliche Qualität geprüft. Viele Käufer bevorzugen deshalb ein Gutachten vom Sachverständigen, der sich das Objekt tatsächlich vor Ort angeschaut hat. Die Konditionen und Preise für eine professionelle Bewertung erfährt man beim hausinspektor.de. Wichtig: Ein gerichtlich anerkanntes Verkehrswertgutachten bekommt man nicht für einen Pauschalpreis. Die Kosten richten sich nach dem Wert des Hauses.

Was ist meine Immobilie wert?

Der Wert einer Immobilie ist der wichtigste Faktor beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie, bei Immobilien-Finanzierungen, bei Nachlassregelungen und vielem mehr.

Was ist die „online Immobilienbewertung“?

Eine online Immobilienbewertung ist die individuelle Berechnung des aktuellen Richtwertes einer Immobilie. Die Immobilienwertermittlung berechnet sich auf der Grundlage Ihrer Objektangaben bezüglich Lage der Immobilien, Größe, Ausstattung, das Alter der Immobilien und Einigem mehr...

Diese Angaben zum Objekt werden vom Ihnen in dem Fragebogen zur Bewertung eingegeben und mit unseren standortgenauen Datenbankwerten (Grundstückspreis, Baukosten, Zinsen, Altersabschreibung, etc.) kombiniert. Daraus wird dann sofort eine standortgenaue online Immobilienbewertung erzeugt und zur Verfügung gestellt.

Die erzeugte Immobilienbewertung beinhaltet ...
... eine Auflistung Ihrer eingetragenen Objektangaben,
... detailliert die Einzelheiten zu der gesamten Berechnung,
... den standortgenauen Grundstückswert,
... die Begründung der Verfahrenswahl, und den Hinweis über die Anwendung der online Immobilienbewertung.

Eine online Immobilienbewertung ersetzt kein Gutachten.

Die Bewertung der Immobilie wird immer individuell berechnet aus:

  • dem standortgenauen Grundstückswert
  • den aktuellen Baukosten
  • den Größen
  • der Ausstattung
  • dem Zustand und Sanierungsaufwand
  • der Altersabschreibung
  • der Nutzung sowie weiteren wertbeeinflussenden Faktoren

Spielt der Grundstückswert eine Rolle?

Ja! Im Wesentlichen wird die Wertermittlung von Immobilien aus dem Gebäudewert und Grundstückswert (bei Wohnungen und Zinshäusern zusätzlich auch aus dem Ertragswert) gebildet.

Unsere Immobilienbewertungen involvieren die Parameter Baukosten, Altersabschreibung, Liegenschaftszins, Bodenrichtwert (Grundstückswert), etc. und das Bewertungssystem stellt alle Parameter für die Bewertungen von Wohnimmobilien, insbesondere die standortgenauen Grundstückswerte zur Verfügung.

Welche Immobilien kann ich bewerten lassen und welche nicht?

Immobilien die nicht als Standardimmobilien eingestuft werden, wie auch Not leidende Objekte, Schlauchgrundstücke, Nicht-Bauland und Sanierungs- und Denkmalobjekte sowie Nicht-Wohnimmobilien können grundsätzlich nicht bewertet werden. Davon unberücksichtigt bleiben Grundbuchlast, nachbarschaftliche Beschränkung, etc...

Ältere Gebäude werden für die Immobilienbewertung zu Berechnungszwecken rechnerisch auf das Jahr 1930 gesetzt.

Folgende Immobilien können, in sofern sie Standardimmobilien sind, bewertet werden:

  • Wohnbaugrundstücke
  • Eigentumswohnungen
  • Einfamilienhäuser
  • Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung
  • Zweifamilienhäuser
  • Ferienwohnungen
  • Ferienhäuser
  • Mehrfamilienhäuser
  • Wohn- und Geschäftshäuser

Welche Daten benötige ich für die online Immobilienbewertung?

Zunächst benötigen Sie unabhängig von der Objektart immer den Standort mit Straße und Ort und um welche Objektart es sich handelt. Weiter werden Angaben zur Lage, wie Straßentyp, Wohnlage, Einkaufsmöglichkeiten, etc. mit jeweils einer Auswahl der entsprechenden Antwort abgefragt...

Außer bei Grundstücken geben Sie als nächstes Daten zur Ausstattung ein. Diese umfassen z.B. Angaben zur Heizung, zum Boden, die Anzahl Zimmer, etc. und können ebenso per Drop-Down ausgewählt werden.

Nun folgen Angaben zur Grundstücksgröße und Bauweise (außer bei Grundstücken). Bei der Bauweise geben Sie beispielsweise das Baujahr und die Wohnfläche, Werterhöhungen und Wertminderungen, wie auch den Energiepasswert an. Weiter benötigte Daten variieren je nach Objektart, hier ein paar Beispiele zu den weiteren Angaben der Bauweise.

Einfamilienhaus: Geschosse Hauptgebäude, Keller, Haustyp, etc.
Eigentumswohnung: Miteigentumsanteil, Jahres-Nettomiete, PKW-Parkfläche
Wohn-und Geschäftshaus: Wohn-Nutzfläche Haus, Verteilung der Nutzung, Jahresnettomiete

In einem Kommentarfeld können Sie gern erklärende Hinweise zu den Angaben notieren. Diese Kommentare sind jedoch für die Bewertung nicht relevant.

Bilder können Sie nach der Fertigstellung der Bewertung der Immobilie dem Auswertungsbogen hinzufügen und somit Ihre Immobilienbewertung inhaltlich aufbessern.

Wie funktioniert eine online Immobilienbewertung?

Auf der Erfassungsseite beantworten Sie Fragen zur Größe, zum Alter und zum Zustand Ihrer Wohnimmobilie. Dabei steht Ihnen eine Auswahl der möglichen Antworten per Drop-Down zur Verfügung. Ihre Angaben werden mit unseren Datenbankwerten, wie Grundstückswert, Baukosten und Altersabschreibung, kombiniert. Hieraus entsteht sofort Ihre detaillierte Immobilienbewertung.

Wieviel Zeit muss ich für die online Immobilienbewertung einplanen?

Legen Sie sich am besten alle Informationen zu Ihrer Immobilie bereit, so dauert die Eingabe der Objektangaben nur wenige Minuten. Welche Daten Sie benötigen lesen Sie bitte in den Antworten zu der Frage „Welche Daten benötige ich für die online Immobilienbewertung?“.

Nach der vollständigen Erfassung aller Angaben werden diese mit unseren Datenbankwerten kombiniert. Sie erhalten sofort Ihre online Immobilienbewertung auf dem Bildschirm angezeigt.

Ihre online Immobilienbewertung können Sie direkt speichern und/oder ausdrucken. Außerdem können Sie zur selben Immobilie gratis und beliebig oft die getätigten Angaben zu diesem Objekt ändern und die Immobilien neu bewerten lassen.

Wie genau ist eine online Immobilienbewertung?

Das Ergebnis der online Immobilienbewertung ist ein standortgenauer Richtwert. Dieser wird aus Ihren Objektangaben und unseren aktuellen Datenbankwerten erzeugt. Die individuelle Immobilienbewertung kann Ihnen als Anhaltspunkt für z.B. Preisverhandlung, Nachlassregelung, Auseinandersetzung oder Vermögensaufstellung dienen.

Eine online Immobilienbewertung ersetzt kein Gutachten!

Wie kann ich beliebig viele Bewertungen derselben Immobilie vornehmen?

Direkt nach der Erfassung aller Daten und ersten Bewertung nutzen Sie bitte den Button „Neubewerten“. Sie gelangen wieder auf die Erfassungsseite und können die Angaben zum Objekt verändern.

Sollten Sie später weitere Bewertungen derselben Immobilie benötigen, können Sie sich über das „Kundencenter“ mit Eingabe Ihrer E-Mailadresse und Rechnungsnummer einloggen. Das Kundencenter steht Ihnen ab dem ersten Tag Ihrer Immobilienbewertung für die nächsten 30 Tage gratis zur Verfügung.

Wie dokumentiere ich die online Immobilienbewertung?

Die online Immobilienbewertung können Sie ausdrucken oder auf Ihrem Rechner speichern. Auf der Ausgabeseite (online Immobilienbewertung) oben rechts finden Sie einen Button „PDF“ zum Speichern der Immobilienbewertung und zum späteren Drucken. Über den Button „Drucken“ wird die Immobilienbewertung sofort gedruckt.

Wie viel kostet eine online Immobilienbewertung?

Gebührenübersicht

  • Immobilienbewertung online = 39 Euro
  • Immobilienbewertung via Handy = 39 Euro
  • Immobilienbewertung am Telefon = 39 Euro
  • Immobilienbewertung zum Stichtag = 78 Euro (inkl. aktueller Bewertung)

In den vorstehenden Beträgen ist die gesetzliche MwSt. enthalten. Ab der 2. Rechnung erhalten Sie einen Treue-Rabatt von 10 Euro. Nutzen Sie auch unsere günstige Preisstaffel.

Wie viel kostet eine online Immobilienbewertung?

Gebührenübersicht

  • Immobilienbewertung online = 39 Euro
  • Immobilienbewertung via Handy = 39 Euro
  • Immobilienbewertung am Telefon = 39 Euro
  • Immobilienbewertung zum Stichtag = 78 Euro (inkl. aktueller Bewertung)

In den vorstehenden Beträgen ist die gesetzliche MwSt. enthalten. Ab der 2. Rechnung erhalten Sie einen Treue-Rabatt von 10 Euro. Nutzen Sie auch unsere günstige Preisstaffel.

Sachwert einer Immobilie ermitteln

Ermitteln Sie für Ihre Immobilie den Sachwert. Was Sie dabei beachten müssen und alle weiteren Informationen dazu finden Sie hier!

Anhand des Sachwert-Verfahrens kann der Sachwert einer Immobilie ermittelt werden. Als Grundlage gilt die Wertermittlungsverordnung (WertV §§ 21 bis 25). Beim Sachwert-Verfahren wird der Wert der Immobilie nicht nach den erzielbaren Einnahmen, sondern nach den Kosten der Herstellung beziehungsweise der Wiederbeschaffung ermittelt.

  • Im Sachwert-Verfahren wird allgemein ermittelt, welche Kosten beim Neubau eines Objektes entstehen würden.
  • Danach wird die Abnutzung bewertet und anschließend abgezogen.
  • Das Sachwert-Verfahren bezieht sich meist auf die baulichen Anlagen, Außenanlagen und besondere Betriebseinrichtungen sowie der Wert der sonstigen Anlagen.
  • Weiterhin wird der Wert des Grund und Bodens im Normallfall im Vergleichswert-Verfahren bestimmt.

Nach dem Sachwert-Verfahren entspricht der Wert eines neu erbauten Gebäudes grundsätzlich seinen Herstellungskosten. Wenn die Immobilie nicht gerade erbaut wurde, richtet sich die Ermittlung der angefallenen Herstellungskosten nach einer Baukostentabellen. Diese Tabelle gibt die durchschnittlichen Baukosten an. Die durchschnittlichen Baukosten sind die Kosten die für einen bestimmten Gebäudetyp pro m² Geschossfläche oder m³ Rauminhalt zuveranschlagen sind.

Herstellungspreise Sachwert

  • Es liegt eine Vielzahl an Tabellenbüchern vor, in welchen die Herstellungskosten zu den unterschiedlichsten Bezugszeitpunkten enthalten sind.
  • Die auf diese Weise errechneten Beträge sind um die Baunebenkosten, wie z.B. Kosten der Architekten- und Ingenieurleistungen zu erweitern.
  • Es ist allgemein üblich, die Baunebenkosten pauschaliert anzusetzen.

Technische Wertminderung: Bauschäden und Baumängel

  • Die Wertminderung durch Baumängel und Bauschäden wird in Form der Reparaturkosten von dem Gebäudewert abgezogen.
  • Sollte sich ein kein oder sogar ein negativer Wert ergeben, dann ist die Immobilie abbruchreif.
  • Der Verkehrswert ergibt sich dann aus dem Bodenwert in unbebautem Zustand vermindert um die Abbruchkosten.

Ertragswert einer Immobilie ermitteln

Ermitteln Sie für Ihre Immobilie den Ertragswert. Was dabei beachtet werden muss und weitere wichtige Informationen dazu finden Sie hier!

Mittels Ertragswert-Verfahren wird der Wert von Renditeobjekten durch Berechnung der kapitalisierten Erträge, die mit und aus diesen Objekten voraussichtlich erwirtschaftet werden können, ermittelt. Als Grundlage gilt die Wertermittlungsverordnung (WertV §§ 15 bis 20). Der Ertragswert ist demzufolge der Barwert der vorgesehenen Überschüsse aus Einnahmen und Ausgaben.

  • Das Ertragswert-Verfahren wird bei der Bewertung eines Unternehmens oder eines vermieteten bzw. verpachteten Grundstückes angewendet.
  • Der langfristig umsetzbare Ertrag für die Werteinschätzung am Markt steht im Vordergrund, zum Beispiel bei:
    Geschäftsgrundstücken (Büro- und Geschäftshäuser, Einkaufszentren); Gemischt genutzten Grundstücken und Mietwohngrundstücken (Mehrfamilienhäuser).
  • Selbst genutzte Wohngrundstücke und Wohnimmobilien deren Wert normalerweise im Vergleichswert-Verfahren und ggf. erweitert im Sachwert-Verfahren zu ermitteln ist, kommen beim Ertragswert-Verfahren nicht in Betracht.

Bei der Ertragswert-Ermittlung kann man auf mehrere Verfahren zurückgreifen, welche sich grundsätzlich unterteilen lassen in:

  • Verfahren, die Gebäude-Restwerte nicht berücksichtigen, weil angenommen wird, dass das Gebäude am Ende der Nutzungsdauer über keinen Ertragswert mehr verfügt.
  • Verfahren, die Gebäude-Restwerte berücksichtigen, auch als Hypotheken-Koeffizienten-Verfahren bezeichnet. Es wird ein begrenzter Zeitraum
    (beispielweise 20 Jahre) zur Wertermittlung betrachtet und der erwartete Gebäuderestwert wird anschließend zu den errechneten Barwerten addiert.

Vorteile des Verfahrens ohne Berücksichtigung von Restwerten:
Einzelbarwerte haben auf das Ergebnis kaum Auswirkungen, da der Anteil an Gesamtbarwert gering ist. Weiterhin werden zukünftige Einnahmen meist überbewertet aufgestellt, weswegen es nicht notwendig ist, Reinertragsschwankungen oder etwaige Wertsteigerungen einzubeziehen.

Nachteile der Verfahren ohne Berücksichtigung von Restwerten:
Bei Berechnungen zu neuen Objekten können durch die lange Zeitspanne Ungenauigkeiten auftreten sowie die Nutzungsdauer kann hier nur geschätzt werden.


Vorteil des Verfahren mit Berücksichtigung von Gebäude-Restwerten:
Instandhaltungskosten, Marktentwicklungen lassen sich genauer abbilden, da der Betrachtungszeitraum kürzer ist.

Nachteil des Verfahren mit Berücksichtigung von Gebäude-Restwerten:
Werden diese Größen nur wenig unzutreffend eingeschätzt, ist in der Regel eine starke Verzerrung des Ergebnisses zu erwarten.

Vergleichswert einer Immobilie ermitteln

Ermitteln Sie für Ihre Immobilie den Vergleichswert. Was dabei zu beachten ist und weitere hilfreiche Informationen dazu finden Sie hier!

Das Vergleichswert-Verfahren dient zur Wertermittlung von Immobilien (WertV § 13). Danach wird der Marktwert eines Grundstücks aus tatsächlich realisierten Kaufpreisen von anderen Grundstücken abgeleitet. Dabei müssen folgende Kriterien hinreichend mit dem zu vergleichenden Grundstück übereinstimmen: Lage; Nutzung; Bodenbeschaffenheit; Zuschnitt und die sonstige Beschaffenheit (wie zum Beispiel von Fenster, Heizung etc.).

Voraussetzung ist hierbei auch, dass genügend Vergleichsobjekte vorhanden sind.

Vergleichswert-Verfahren für Grund und Boden:

  • Mit einer Kaufpreissammlung der Gutachterausschüsse kann bei einer ausreichenden Zahl von vergleichbaren Käufen (mind. 10) eine sichere Beurteilung abgegeben werden.
  • Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung von Bodenrichtwerten. Diese werden von den Gutachterausschüssen aus der Kaufpreissammlung abgeleitet. Im Regelfall sind dabei Art und Maß der baulichen Nutzung sowie die durchschnittliche Grundstücksgröße notwendig. Wichtig ist weiterhin die Art der baulichen Nutzung und die Lage. Diese sollten zwischen der Bodenwertzone und dem zu bewertenden Grundstück übereinstimmen.
  • Allerdings ist eine komplette Übereinstimmung der Merkmale aufgrund der individuellen Kriterien meist nicht vorhanden.
  • Hierbei werden mittels Ableiten von Zu- oder Abschlägen bzw. Korrekturfaktoren Unterschiede erwirkt. Jedoch sollte die Abweichung nicht höher sein als 30–35 % sein, da sonst nicht mehr von vergleichbaren Grundstücken gesprochen werden kann.

Verkehrswert einer Immobilie ermitteln

Ermitteln Sie für Ihre Immobilie den Verkehrswert. Worum es dabei geht und was damit berechnet wird, erfahren Sie hier!

Der Verkehrswert, auch Marktwert genannt, bezeichnet den aktuellen Wert einer Immobilie. Grundlage für die Bildung des Verkehrswertes ist BauGB § 194. Dabei wird als Wert der zum Wertermittlungszeitpunkt im gewöhn- lichen Geschäftsverkehr erzielte oder sicher erzielbare Durchschnittspreis genommen. Jedoch werden ab- weichende Preise, die durch beispielsweise persönliche Umstände entstehen, bei der Durchschnittsbildung nicht beachtet.

Der Verkehrswert

  • Unter dem Begriff „gewöhnlichem Geschäftsverkehr“ versteht man den Handel auf einem freien Markt. Hierbei stehen weder Käufer noch Verkäufer unter Zeitdruck oder sonstigen Zwängen, und es kommen ausschließlich objektive Maßstäbe zur Geltung. Außerdem sind hier die rechtlichen Gegebenheiten, wie zum Beispiel das Wegerecht und die tatsächlichen Eigenschaften wie zum Beispiel der Grad der Erschließung, sowie die sonstige Beschaffenheit zu berücksichtigen.
  • Für eine Ermittlung des Verkehrswertes sind verschiedene Wertermittlungsverfahren gängig. Der Sachverständige leitet bei der Wertermittlung unter Berücksichtigung aller wertbeeinflussenden Faktoren mit Zuhilfenahme mindestens zwei gebräuchlicher Wertermittlungsverfahren den Verkehrswert ab.
  • In der Regel, erfolgt eine Bewertung nach dem Sachwert-Verfahren zum Beispiel für Einfamilienhäuser beziehungsweise nach dem Ertragswert-Verfahren für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien.
  • Bei gleichartigen Immobilien bzw. Eigentumswohnungen in gleicher Lage, kommt auch das Vergleichswert-Verfahren zur Anwendung.

Beleihungswert einer Immobilie ermitteln

Ermitteln Sie den Beleihungswert. Was Sie dabei beachten müssen und wie dieser berechnet wird, erfahren Sie hier!

Der Beleihungswert richtet sich nach dem Hypothekenbankgesetz § 12. Der Beleihungswert ist ein Wert, der den Veräußerungswert einer Immobilie nicht überschreiten darf. Beim Beleihungswert dürfen nur die dauernden Eigenschaften und der Ertrag des Grundstücks bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung berücksichtigt werden. Der Sachverständige stellt in einem Gutachten den Beleihungswert fest.

Der Beleihungswert

Um eine Immobilien zu kaufen oder zu bauen dient das zu finanzierende Grundstück selbst als Sicherheit für die Vergabe des Darlehens. Dabei richtet sich die maximale Höhe des Kredits nach Beleihungswert und der Beleihungsgrenze des Objektes. In der Regel beträgt die Höhe 70% bis 90 % des Preises, der für eine Immobilie zu erreichen ist.

Der Beleihungswert reflektiert den Wert des Objektes aus Sicht eines Kreditinstituts, das dieses Objekt über einen längeren Zeitraum finanzieren soll, wieder. Eine wichtige Information ist, dass in diesem Zeitraum der - stichtagsabhängige - Marktwert nicht unter den vorher ermittelten Beleihungswert fallen darf.


Bei der Ermittlung des Beleihungswertes dominieren im Wesentlichen die Sicherheitsbedürfnisse der Kreditgeber.

Daraus lassen sich folgende Forderungen an den Beleihungswert ableiten:

  • Gültigkeit des ermittelten Wertes für einen langen Zeitraum
  • Für die Wertermittlung nur beständige Werte aus Vergangenheit und Gegenwart verwenden
  • Die verwendeten Bezugsgrößen und Wertkomponenten müssen Anforderungen entsprechen
  • Keine Verwendung von ungesicherten Zukunftskomponenten für Wert- und Ertragssteigerungen
  • Nachweislich gesicherte Eigenschaften und Erträge, die bei ordnungsgemäßer Nutzung jedem Besitzer dauerhaft zustehen, dürfen zum Bewertungszeitpunkt berücksichtigt werden.
  • Verwendete Ansätze und wertbeeinflussenden Faktoren nachvollziehbar dokumentieren
    Nachhaltige Verkäuflichkeit oder Vermietbarkeit sorgfältig einschätzen
  • Verwendbarkeit und Nutzbarkeit sorgfältig prüfen
  • Risiken darlegen

Sachverständiger

Möchten Sie eine Immobilienbewertung vornehmen? Dann informieren Sie sich hier über einen Sachverständigen!

Sinn und Zweck für Sie, als Immobilienkäufer, ist es einen guten Einblick in Ihr Wunschobjekt zu erhalten und dadurch ihre Verhandlungsbasis zu stärken. Für einen Laien ist es sehr schwer den Wert und den Zustand der Immobilie richtig einzuschätzen. Demzufolge wollen Sie den Zustand einer Immobilie beurteilen lassen, dann können Sie sich von einem Sachverständigen ein Gutachten erstellen lassen.


Sachverständiger

  • Der Immobiliensachverständige ermittelt anschließend den realen Marktwert.
  • Jeder Sachverständiger ist zugleich auch ein Gutachter.
  • Immobiliensachverständige können Bauingenieure oder Architekten sein.
  • Der Sachverständige deckt Mängel auf und stellt den tatsächlich Wert der Immobilie fest.
  • So können Sie gegebenenfalls den Preis herunter handeln. Durch ein Wertgutachten für Ihre Traumimmobilie können Sie dadurch viel Geld sparen.
  • Bei einer Immobilienbewertung werden zusätzlich die Lasten im Grundbuch und im Baulastenverzeichnis geprüft, bevor der Verkehrswert errechnet wird.
  • Durch Ihre kompetente Beratung erhalten Sie einen Überblick wie hoch die Sanierungskosten nach dem Kauf einer Immobilie sein können.
  • Zudem sichern Sie sich gegen ungeplante finanzielle Risiken ab.
  • Profitieren Sie von dieser Fachkompetenz und entscheiden Sie sich für eine neutrale Wertermittlung beim Kauf einer Immobilie, indem Sie auf eine persönliche Beratung vertrauen.